Themenabend mit Martin Haizmann

16.01.2019

Der stellvertretende Generalsekretär für International Ministries des IFES - Martin Haizmann - war zu Besuch!

 

Diesen Mittwoch war Martin Haizmann bei uns. Er ist der stellvertretende Generalsekretär für International Ministries im IFES (International Fellowship for Evangelical Students; Dachverband der SMD). In seiner Andacht sprach er über die Geschichte vom verlorenen Sohn.

 

Die Geschichte vom verlorenen Sohn - viele kennen sie. Es ist die Geschichte eines jungen Mannes, der von seinem Vater sein Erbe verlangt, um dann in ein fernes Land zu ziehen, wo er es durch Frauen und Feiern verprasst.

 

So weit, so skandalös, besonders in der damaligen Zeit, vor etwa 2000 Jahren. Für uns heute mag sie nicht überraschend klingen - wie viele zieht es doch weg, um das Leben zu genießen, oft einer unbestimmten Sehnsucht folgend.

 

Weiter geht es in der Erzählung damit, dass in dem Land eine Hungersnot ausbricht und da der junge Mann kein Geld mehr hat, bittet er um Hilfe und erhält eine Anstellung als Schweinehirt. Ihm geht es schlecht und er hat einen solchen Hunger, dass er am liebsten vom Futter der Schweine genommen hätte, aber niemand gibt ihm etwas.

 

So manch einer stellt irgendwann fest, dass in seinem Streben nach Freiheit und Glück nicht alles Gold war, was glänzte. Es kommen Zeiten im Leben, die hart sind. Und in diesen begegnet man nicht immer Verständnis und Barmherzigkeit.

 

Der junge Mann denkt zurück an sein Vaterhaus und wie viele Leute da angestellt sind, die alle mehr als genug zu essen haben. Er entschließt sich, zurückzugehen und seinen Vater zu bitten, ihn als seinen Angestellten aufzunehmen. Sein Sohn zu sein ist er jetzt ja nicht mehr wert.

 

Wo ist unser Vaterhaus? Wo sind unsere Wurzeln? Wohin können wir gehen, wenn es nicht mehr weiter geht, auf dem Weg, den wir einmal eingeschlagen hatten?

 

Als der Mann schon fast sein altes Zuhause erreicht hat, sieht ihn sein Vater schon von Weitem kommen. Und er rennt ihm entgegen, nimmt ihn in die Arme und veranstaltet ein Fest, weil sein Sohn wieder zu Hause ist.

 

Was für eine unerwartete Wendung! Sein Vater hat allen Grund wütend und empört zu sein, zu schimpfen, ihn vielleicht wieder wegzuschicken...? Aber er tut nichts dergleichen. Weil er seinen Sohn unfassbar liebt und es für ihn nur zählt, dass er wieder zu Hause ist!

So einen Vater haben wir in Gott auch. Wie oft enttäuschen wir ihn, kehren ihm den Rücken zu oder haben ihn schon vor langer Zeit verlassen, um unser eigenes Ding zu machen. Aber eins ist sicher - sein Herz ist voller Liebe für uns und er ist bereit, dir entgegenzulaufen und dich in seine Arme zu nehmen!

 

Er sehnt sich nach dir. Komm noch heute nach Hause!

 

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